Weiter gehts im Galopp zum Juli! Es stand natürlich der 4th of July an, außerdem ging es mit Patrick erst nach San Diego und zur San Diego Comic Con. Anschließend wurde auch noch ein lang gehegter Traum war – Wir düsten nach Hawaii!

Anfang Juli war natürlich der wichtigste Nationalfeiertag der Amerikaner – Der Vierte July oder 4th of July, Independence Day! Ich hatte frei und traf mich also wie letztes Jahr mit einigen anderen Au Pairs und Freunden im Memorial Park. Dort chillten wir auf der Wiese, hörten der Musik zu, spielten Fußball, tranken verstecktes Bier und hatten Spaß. Abends ging dann das Feuerwerk los.


Da immernoch Sommerferien waren, hatten die Jungs und ich wieder sehr viel quality time. Die Morgen verbrachten wir meistens bei Kit’s Camps oder am Pool zum Schwimmunterricht.


James hat sich gerne in die Handtücher eingekuschelt :D
Auch die Schwimmbrillen kommen nach wie vor gut an!

Aber ab und zu haben wir auch einfach nur dort abgehangen, Chicken Nuggets gegessen und das Leben genossen ;)
Wenn wir mal nicht am Pool waren, haben wir zu Hause cupcakes gebacken oder auch einen Obstkuchen belegt. Natürlich kam auch das Malen wieder nicht zu kurz!
Ansonsten ging es selbstverständlich auch wieder zu Chick Fil A!


Ab und zu mussten dann auch die Jungs kapitulieren und wir haben gemeinsam im Bett gekuschelt :)
Noch wurde Fiona meistens von Daphne versorgt, aber ab und zu hat sie sie mir auch gegeben, wenn sie zum Beispiel mal schnell wegmusste oder duschen wollte. Wird immer größer, die kleine Maus!
Ansonsten war der Juli recht ereignislos, bis auf den einen Tag, an dem Theresa und ich eigentlich nur zur Mall wollten und dann zufällig sahen, dass dort ein kleiner Jahrmarkt seine Buden aufgebaut hatte! Also haben wir uns gleich mal ein Tagesticket gekauft und sind alles mehrfach gefahren und haben uns wieder wie Kinder gefühlt :D

Dann war es auch schon soweit: Koffer gepackt und Badesachen bereit ging es nach San Diego! Nach einem kurzen Zwischenstopp in Los Angeles holte mich Patrick am Flughafen ab, da er schon einen Tag zuvor angekommen war. Schon auf dem Flug war ich natürlich sehr excited und hab mal wieder Flugbilder gemacht:

Links sieht man, wie ich über die Rockies fliege, cool oder?
In San Diego angekommen, gingen wir erst einmal zu unserer Unterkunft. Unser AirBnb war einfach ein Traum: Es gehört einer Deutschen, Tanja, und wir würden in ihrem Gästezimmer im Garten schlafen! Außerdem hatte sie mehrere Haustiere, da sie sich um kranke und verletzte Tiere kümmert, und diese dann auch teilweise behält. So wurden wir mehr als einmal von den neugierigen Vögeln beäugt, die schon bald mit uns Freundschaft schlossen:
Nach dieser Begrüßung hatten wir erst einmal Hunger, und die liebe Tanja setzte uns erstmal mit ihrem hippen Elektroauto nahe des Strandes ab, wo Patrick und ich uns Sushi und Cocktails gönnten. So kann ein Urlaub beginnen!


Anschließend ging es natürlich an den Strand. Der war zwar etwas sehr von Seetang bewohnt, trotzdem war das genau richtig, um sich vom schwül-heißen Wetter San Diegos zu erholen! Gerade wenn man wie ich aus dem staubtrockenen Colorado kommt, kann das erst mal eine ganz schöne Umgewöhnung sein. Patrick und ich genossen das Wetter, bis wir Abends wieder zum AirBnb gingen, um dort Abends vor der Comic Con noch zu relaxen.

Am nächsten Tag war es dann so weit – erinnert ihr euch noch daran,wie ich in meinem Post zum Februar erkläre, was es mit den Comic Con Tickets auf sich hat? Nun, es war endlich so weit – die San Diego Comic Con stand bevor! Patrick und ich hatten uns entschlossen, als Piper und Annabeth aus Percy Jackson zu gehen. Sind wir nicht cute???

Es war ziemlich interessant, die Comic Con in San Diego zu besuchen, weil amerikanische Cons einerseits natürlich ähnlich den deutschen sind; andererseits dann aber doch wieder ganz anders. Wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir die ganze Organisation so richtig verstanden haben, aber haben es trotzdem sehr genossen!
Leider haben wir nicht wirklich viele ‚Promis‘ gesehen, da die meisten der coolen Kids in Halle H waren – dort campiert man am besten den Tag vorher davor, um auch tatsächlich eine Chance zu bekommen, hineinzukommen ;) Aber dafür haben wir Tickets für den Cosplayball am Abend ergattert, und uns in der Warteschlange mit einigen anderen Leuten angefreundet.
Davor ging es für uns jedoch erst einmal zum Mitagessen –
es war wieder Cheesecake Factory Time!
Der Cosplaywettbewerb selbst war auch cool – vorallem nehmen viel mehr Männer teil, als vergleichsweise in Deutschland – aber andererseits kam einem das Ganze auch ziemlich unorganisiert vor, wenn man die DCM in Deutschland gewohnt ist! Spaß hatten wir trotzdem, und es ist cool zu sehen, was für ‚Traditionen‘ die amerikanischen Cosplayer haben. So sagt zum Beispiel das Publikum immer die nächste Startnummer an. Hier ein paar Teilnehmer:

Damit war unser kurzer Samstag bei der Comic Con auch schon rum, und wir fielen müde ins Bett. Am nächsten Tag ging es wieder ans Meer, diesmal aber zum La Jolla Cove. Wir hatten uns Schnorchelausrüstung von Tanja ausgeliehen!
Wir machten erst einmal ein Sealfie. Get it?? (Selfie + Seal (Robbe) = Sealfie ahahahahahahahaha)

Leider ging bald Patricks Taucherbrille kaputt, trotzdem konnte man selbst während dem Schwimmen schon richtig viele Fische beobachten! Anschließend hingen wir dort an der Küste ab, und gönnten uns das San Diego Comic Con Special bei Starbucks:

Dann gingen wir wieder zurück zu Tanja, um ihr unser Leid zu klagen. Wir Deppen hatten nämlich unsere Unterkunft schon im Februar, den Flug aber erst im April gebucht und völlig verdrängt, dass wir ihn, weil er billiger war, für einen Tag später als geplant gebucht hatten.
Statt Sonntags flogen wir also erst Montags, hatten aber keine Unterkunft für Sonntagnacht. Doch wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo eine Tanja her – Sie vermietete ihren Wohnwagen ebenfalls als Airbnb und ließ uns kostenlos dort übernachten, weil glücklicherweise dort grade keine Gäste waren. So übernachteten wir in einem ziemlich coolen Wohnwagen und gönnten uns zum Abendessen erstmal seeeehr leckere Fischtacos.
Anschließend ging es zu Bett und am nächsten Morgen früh zum Flughafen, um erst nach San Francisco und dann nach Honululu zu fliegen!

Wir holten vor Ort erstmal unser Auto ab – ein süßer mazda – und fuhren zu unserem Hostel. Da war das coole, dass wir quasi eine kleine Wohnung mit Bad und Küche hatten, allerdings war das eine Schlafzimmer seperat mit Klimaanlage, während das andere Schlafzimmer Teil der Küche und nur mit Fenstern war – und da wir vor unseren zukünftigen Mitbewohnern für diese Woche da waren, bekamen wir natürlich das gute Zimmer – was wir auch wirklich brauchten, denn die Luftfeuchtigkeit und die Hitze auf Hawaii waren einfach nur anstrengend. Von dort aus sind wir erstmal zum Waikiki Beach, der 10 Minuten zu Fuß von uns entfernt war.

Anschließend gingen wir wieder was Essen, thailändisch!

Von dort aus gingen wir zum Ala Moana Beach, um den Abend ausklingen zu lassen :)


Am nächsten Tag sind wir erstmal zu Orlin gefahren – sie war mal Au Pair, hat vor zwei jahren dann geheiratet, seitdem in Colorado Springs gelebt, und jetzt sind sie und ihr Mann (er ist Soldat) nach Hawaii versetzt worden – und sind mit ihr einkaufen gefahren und haben dann am Ko’Olina Strand gechillt.

Außerdem hab ich mich sehr gefreut, meine kleinen Bubis Oliver und Berry wieder zu sehen! (Orlin & Robs Hunde)



Am nächsten Tag sind wir früh aufgestanden, um auf den Diamond Head Crater zu besteigen! Das ist der Krater eines alten Vulkans, bei dem man teilweise durch Bunker und über alte Treppen bis hoch zur Spitze des Kraters klettern kann!








Von dort oben konnte man weit über die Insel schauen!
Dann haben wir uns Mittagessen bei der Kona Brewing Company gegönnt – das ist eine relativ bekannte Brauerei, deren Bier man z.B. auch in Colorado kaufen kann. Mit schöner Aussicht, Bier und gutem Essen lässt sich das Leben eben genießen!

Auf dem Weg zum nächsten Strand hielten wir noch kurz an einem kleinen Strand an, um dort die schöne Aussicht aufs Meer zu genießen.
Anschließend ging es nach Hanauma Bay – das ist nicht einfach nur ein Strand, sondern auch ein Naturschutzgebiet! Darum haben wir uns erst einmal einen Lehrfilm ansehen müssen, worauf man beim Riff und bei den Meeresbewohnern achten muss, doch dann ging es schon los. Wir liehen uns Schnorchelausrüstung und ich schnorchelte Ewigkeiten dort herum und sah viele Fische und Krabben!

Am nächsten Tag ging es zu ein wenig Kultur – wir besuchten die historische Seite von Pearl Harbor! Zuerst gab es einen kurzen Vortrag über die Überlebenden von Pearl Harbor, dann nahmen wir eine Fähre rüber zur USS Arizona. Das ist eins der Schiffe, die im Angriff der Japaner zerschossen wurde und daraufhin sank. Sie liegt knapp unter der Wasseroberfläche, und in ihr noch mehrere hunderte Soldaten des zweiten Weltkriegs. Das Memorial wurde direkt über ihr errichtet, so dass man zwar wie über eine Brücke über sie gehen kann, das Memorial aber nicht das Schiff selbst berührt.

Links ist eine Öffnung, in der man knapp unter der Wasseroberfläche Teile des Schiffs sehen kann. In der Mitte und Rechts sieht man das Ende des Memorials, an dem alle Namen der Gefallenen angebracht wurden. Das Memorial wurde organisiert, gesponsort und mitfinanziert durch keinen anderen als Elvis Presley selbst, und sein Name stand mal groß und breit ebenfalls an dieser Wand. Als er jedoch das fertige Memorial mit seinem Namen sah, bat er, dass dieser wieder entfernt wird, da er nicht der Meinung war, neben den gefallenen Soldaten stehen zu dürfen. Alles sehr spannend!

Anschließend gingen wir zurück an Land, um uns einige andere alte Nachbauten oder sogar Originale von Torpedos und anderen Waffen des zweiten Weltkrieges anzusehen. Dann gingen wir auf die USS Bowfin, eines der wenigen verbliebenen original U-Booten von damals. Man konnte das U-Boot zunächst von oben, und dann auch von innen besuchen. Die Luft war warm und stickig, die Gänge eng, und generell waren überall Hebel. Wäre ich an Bord so eines U-Boots, würde ich vermutlich erstmal stolpern und versehentlich die Fenster öffnen und alle töten, oder so. Jedenfalls war auch das sehr interessant, da man die verschiedenen Kajüten, die Kombüse, die Badezimmer usw. ansehen konnte, und auch oft Fotos der damaligen Soldaten und ihre Lebensgeschichte und Rolle im zweiten Weltkrieg dargestellt wurden.
Anschließend ging es wieder an Deck, wo ich mich tatsächlich über die schwüle, warme, aber frische Luft draußen freute. U-Boot Kapitän ist definitiv nichts für mich!

Anschließend fuhren wir danach quer über die Insel, um zum Lanikai Beach zu kommen – der sich bald als unser Lieblingsstrand herausstellen sollte! Keine Steine und Felsen, nur wunderschöner weißer Sand, soweit das Auge reichte. Schön!

Abends liefen wir ein bisschen in downtown Waikiki spazieren, und kauften unter anderem das super leckere shaven ice!

Am nächsten Tag haben wir uns nochmal mit Orlin getroffen, und diesmal war auch Rob dabei. Wir haben erst eine Weile bei ihnen zu Hause abgehangen, und sind dann noch gemeinsam etwas Trinken gegangen. Die beiden werden jetzt erst einmal für zwei Jahre auf Hawaii wohnen bleiben, und danach wird Rob wahrscheinlich wieder versetzt. Ich hoffe, ich kann die beiden mal wieder besuchen!

Am nächsten Tag ging es noch einmal zum Lanikai Beach, wo wir ganz früh morgens schon dort waren, und eine Weile am Strand spazieren gingen, bis wir wieder das Wasser und die Sonne genossen.



An unserem letzten Tag dann gönnten wir uns noch einmal einen richtig guten Burger, und sahen auf dem Rückweg zum Hostel dabei zu, wie ein (doppelter) Regenbogen langsam entstand! Jetzt weiß ich, warum man Hawaii auch The Rainbow State nennt…


Und damit endete mein Hawaii Urlaub auch schon! Hier nochmal ein paar Fotos, die ich nicht ganz 100% zuordnen konnte, und darum lieber hier sammle:


On tour
Nunja, und damit war auch der Juli dann schon wieder rum und der August begann! Da hat mich die liebe Svenja besucht… aber das ist ein anderes Thema! Bis bald~
