Kaum zu glauben, aber ich bin tatsächlich fast aktuell! Ist ja erst Dezember, und ich erzähle euch jetzt etwas von meinem September. Unter anderem musste ich mich von Baumeli verabschieden, nur um zu Patrick nach Seattle zu düsen! Auch der übliche Wahnsinn im Au Pair Leben stand an, aber man merkt schon, dass das Jahr sich dem Ende neigt, und man nach dem actiongeladenen Sommer nun ein wenig runterfährt. Enjoy!

Erst einmal hieß es meiner Svenja Bye zu sagen. Nach beinahe drei Wochen war es auch wirklich Zeit, dass sie wieder abhaute musste Svenja leider wieder nach Hause, da für sie der Ernst des Lebens AKA ihre Arbeit rief. Gemeinsam mit Theresa, die ebenfalls flog, aber nach San Diego, düsten wir nach Denver zum Flughafen.

Auf Wiedersehen, Hase! Bis bald in Deutschland!
Doch auch für mich ging es bald an den Flughafen, denn dank Patricks Gastmutter, die mir einen Flug spendierte, um ihn zu besuchen, konnte ich nun vier Tage in Seattle verbringen!

Angekommen am Seattle Tacoma Flughafen nahm ich ein uber, um bis zum Fährenanlegeplatz zu kommen, wo Patrick auf mich wartete. Denn Patricks Gastfamilie lebt nicht direkt IN Seattle, sondern auf einer kleinen Insel davor. Und so nahmen wir die Fähre auf die beschauliche Insel Vashon Island. Dort angekommen, fuhr Patrick mich einmal quer über die Insel, zum Haus seiner Gastmutter Wendy.
Seine Familie war gerade dabei, Dinner zu machen, und so aßen wir alle zusammen Tacos, und ich chillte ansonsten mit Patrick und wir schauten Ru Pauls Drag Race auf seinem Laptop.
Am nächsten Tag nahmen wir wieder die Fähre, und fuhren nach Seattle zum sightseeing. Mit dabei eine Au Pair Freundin von Patrick, die ebenfalls Sara hieß, allerdings aus Kolumbien kam.

Wir gingen zum Farmer’s Market, was eine Ansammlung von alten Gebäuden und neuen Läden war. So befindet sich dort auch noch heute der erste und älteste Starbucks! Allerdings entschieden wir uns, nicht dort hinein zu gehen, da es einfach überlaufen war von Touristen.

Der Farmer’s Market liegt übrigens direkt an der Küste, und so hatte man von dort eine wirklich schöne Aussicht!


Im Farmer’s Market gibt es viele verschiedene Läden. Vom Blumenladen zur Comicbuchhandlung ist alles dabei, und so kaufte ich mir in einem Laden für gebrauchte Bücher erst einmal zwei neue Exemplare für meine Au Pair Bibliothek. Richtig gefreut haben Patrick und ich uns aber über das deutsche Wursthaus dort, denn es gab einfach leckere Pommes, gutes Bier und Currywurst! Sara hatte das natürlich noch nie gegessen, und fand es aber ebenfalls sehr lecker.
Anschließend gingen wir zur Gum Wall – eine Art ‚lebendes‘ Kunstwerk von Seattle, denn es ist im Endeffekt einfach eine kleine Passage, deren Backsteinmauern über und über mit Kaugummis beklebt sind. Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, ebenfalls DNA dort zu lassen, und klebte einen frisch gekauften und gekauten rosa Ball an die Wand. Ekelhaft, aber irgendwie auch cool! (Berühmte Worte für meinen Nachlass vielleicht)
Solchermaßen angeekelt gingen wir an den Pier, um dort mit dem Great Wheel zu fahren. Das Seattle Great Wheel ist ein Riesenrad, das bis 2014 das größte Riesenrad der USA war, bis es vom High Roller in Las Vegas abgelöst wurde. Da wir eine schöne Aussicht über Seattle wollten, kauften wir uns ein Ticket und stiegen ein in die wilde Fahrt! Naja…ihr wisst ja, wie wild Riesenräder sind. Trotzdem war es ein tolles Gefühl, so hoch oben zu sein!

Die arme Sara hatte leider Höhenangst, machte aber trotzdem tapfer mit, und traute sich sogar ab und an, nach unten zu sehen! War es auch wirklich wert, finde ich.



Anschließend gingen wir shoppen, testeten Lippenstifte und probierten Klamotten an. War fun!

Abends statten wir dem Farmer’s Market noch einmal einen Besuch ab, um ihn im dunklen zu sehen. Natürlich nicht so beeindruckend wie Las Vegas, aber dennoch sehr süß.

Am nächsten Morgen gingen Patrick auf eine kleine Wanderung auf seiner Insel. Wir gingen durch den Dschungel Wald und folgten dem Pfad zu einem zauberhaften kleinen Leuchtturm!
Einer der größten Unterschiede zwischen Vashon Island und Colorado Springs ist wohl das Grün. Während bei mir der wolkenlose blaue Himmel und die orangenen Felsen und braunen Büsche dominieren, lebt Patrick mitten im dunkelsten Grün! Pflanzen wie Moos oder Farn wachsen bei uns zum Beispiel gar nicht, weil es schlichtweg zu trocken ist. So war es schön, mal wieder inmitten eines saftigen lebendigen Waldes zu stehen!




Schon bald fanden wir jedoch wieder aus dem Wald heraus, und der Leuchtturm war plötzlich vor uns. Es war seltsam, weil es mich alles einerseits an die Nordsee erinnerte, andererseits aber doch ganz anders aussah.

Wir spazierten ein bisschen am Strand entlang, und genossen den Wind und das Meer, das uns umgab.

Anschließend fuhren wir wieder ein wenig an der Küste entlang über die Insel, und ich konnte diese schönen Schnappschüsse machen:



Endlich am eigentlich Ziel angekommen, aßen wir in der ‚Stadtmitte‘ von Vashon Island super leckeres selbst gemachtes Eis bei Zombie Ice Cream und kauften ein paar Souvenirs für meine Gastfamilie. Es ist schon krass, wie anders das Inselleben ist! Es gibt auf der ganzen Insel zum Beispiel nur Stoppschilder, und keine einzige Ampel. Eben zu wenig Verkehr, als dass man sie tatsächlich bräuchte.
Abends machten Patrick und ich uns ready, denn er wollte mir einen seiner Lieblingsclubs zeigen. So machten wir uns hübsch (nicht dass wir es vorher nicht gewesen wären, aber ihr versteht) und fuhren mit der Fähre wieder nach Seattle aufs Festland.

Auch hier hatten wir auf der Fähre wieder eine schöne Aussicht auf den Sonnenuntergang über dem Meer.

Über den Rest des Abends hängen wir den mantel des Schweigens… nun ja, es ist auch nichts Atemberaubendes passiert :D Wir waren eben feiern und fuhren dann irgendwann wieder heim. Am nächsten Morgen schauten wir wieder ein bisschen Ru Paul und hingen nochmal in Seattle ab. Wir gingen zum Kerry Park, von wo aus man eine wunderschöne Aussicht über Seattle hatte!


Am nächsten Tag wurde es schon wieder Zeit für mich, zurück nach Colorado zu fliegen, und so verabschiedete ich mich schweren Herzens von Patrick. Allerdings wusste eine höhere Macht mir den Abschied leichter zu machen – auf dem Rückflug hatte ich eine unglaubliche Aussicht auf Mount Rainier, der durch die Wolken brach und vom Licht des Sonnenuntergangs illuminiert wurde. Es war einfach ein Traum aus rosa Zuckerwatte!

Nun hatte mich der Alltag in Colorado endgültig wieder, denn auch meine Gastfamilie war von ihrem Urlaub zurück. Da nun September war, war auch Daphne’s Elternzeit vorrüber, und ich kümmerte mich diesen Monat auch um Babygirl Fiona. Kit sah ich nicht mehr so viel wie früher, weil er ja nun von 8:30-3:15 in die Schule geht, und ihn meistens die Eltern hinbringen beziehungsweise abholen. Aber James ja erst ab Oktober in die Vorschule geht, hatte ich für diesen Monat noch die beiden Jüngsten. Das war eine ganz schöne Herausforderung, die Energie eines Dreijährigen und die Kuschellust eines Babies unter einen Hut zu bringen! Trotzdem haben wir immer Wege gefunden, viel Spaß zu haben.
Meistens hatte ich Glück, und Fiona hat bei der Mama geschlafen, so dass James und ich immer wieder zwei Stunden für uns hatten, wo ich ihn zu Parks und Spielplätzen nehmen konnte, oder playdates hatte. Oder wir waren zu Hause kreativ!








Natürlich hab ich nicht nur mit James abgehangen, sondern auch viel mit Fiona gemacht! Zum Glück kann James sich auch oft ziemlich gut selbst beschäftigen, und so haben Fiona und ich auch viel Kuschelzeit gehabt.

Aber da Fiona so ein tolles Baby ist, war es auch kein Problem, gemeinsam mit ihr und James uns zu beschäftigen.


Wir haben auch Erdbeercupcakes (mit frischen Erdbeeren!) gemacht, und als Kit später von der Schule heimkam, half er uns sie zu dekorieren!


Leider hab ich nicht mehr so viel von Kit wie früher, weil er jetzt von 7:45 bis 15:15 Uhr in den Kindergarten geht, der bei den Amerikanern Teil der Grundschule ist (kommt vor Klasse 1). Darum versuche ich die Zeit nach der Schule mit ihm besonders zu genießen! Und auch er freut sich, nach der Schule mit seinen Geschwistern zu spielen… oder ist einfach manchmal so müde, dass er Mittagsschlaf halten muss :)

Außerdem hatte Fiona diesen Monat ihre Taufe, bei der ich und Theresa mit dabei waren. Sie war die ganze Zeit ganz brav und ruhig, und danach gab es bei uns Essen für die Familie :)

Ansonsten lebe ich das übliche Au Pair Life….
…ich gehe mit meinen Mädels in die gym…

…bekomme Besuche von Schwarzbären….

…war beim Friseur…

…bekomme süße Post von Katja….

…koche mit und für Freunde…
…gehe ins Copperhead…

…feiere Geburtstage wie den von Joana…

…und habe generell eine gute Zeit mit meinen lieben Mit-Au Pairs!

Der übliche Au Pair Wahnsinn eben. Das wars dann auch schon mit dem September! Bis bald zum Oktober!